Piercing
Die gesundheitlichen Risiken beim Piercing sind je nach Körperregion unterschiedlich. Der Grund dafür liegt in einer unterschiedlichen Gewebestruktur. Oft treten auch Probleme bei der Heilung auf, weil der gewählte Piercingschmuck sich eigentlich nicht für das entsprechende Piercing eignet.
Wenn der Piercingschmuck zu dünn oder zu schwer ist, wird er vom Körper häufig abgestoßen. Die Stelle entzündet sich dann und es kommt zur Eiterbildung. Hat der gewählte Piercingschmuck einen zu kleinen Durchmesser, so kann er die Blutversorgung unterbrechen und Ursache für Schwellungen und Schmerzen sein. Bei der Wahl des Piercingsteckers oder Ringes stehen also individuelle Besonderheiten im Vordergrund.
In den Nasenflügel gehören besipielweise keinesfalls normale Ohrstecker, da sich das dünne Nasengewebe für diese Art des Piercings nicht eignet und Schmutz und Bakterien sich hinter den Verschlüssen ansiedeln. Schwellungen rufen zusätzlich Probleme hervor. Bei schmalen und kleinen Nasen verursachen lange Piercingstifte ständige Reizung der gegenüberliegenden Nasenscheidewand. Am besten eignet sich ein gebogener Stecker, der nicht zu eng anliegt und leicht zu entfernen ist.
Generell warnen Experten vor gesundheitlichen Folgeschäden bei Piercings wie chronischen Wundinfektionen, Allergien, Nervenverletzungen sowie Muskelschäden an der Nase. Erhebliche Schmerzen, Schwellungen, Blutergüsse und Nachblutungen trüben die Freude an dieser Form der Körperkunst nachhaltig.